{Studieren mit Kind} Mama-Hirn (Bitte um Antwort)

Schon beim Schreiben wollen dieses Beitrags rattert es wieder in meinem Gehirn. Ich habe so viele Ideen. Möchte sie verknüpfen und zu Papier bringen. Ich weiß, was ich sagen möchte und dann: Ist der Gedanke weg. Ich kann die Wörter nicht zusammen bringen und überlege worauf ich eigentlich hinauswollte. Dieses Problem hängt mir schon seit längerem an. Ich schätze mal, das ist so seit ich Mama bin. Ich weiß nicht woran es liegt? Ist es der kontinuierliche Schlafmangel, der mein Hirn zerfrisst?

Zur Zeit schreibe ich an einer Hausarbeit für die Uni im Schwerpunkt Sprache. Ich liebe diesen Schwerpunkt, ich liebe das Thema und ich liebe es, Literatur dafür zu lesen (ja das mag jetzt ziemlich nerdy sein, aber ich kann mich echt dafür begeistern). Und dann möchte ich klug schreiben, wissenschaftliche Zusammenhänge erklären, gekonnt paraphrasieren und hab einfach nen Hänger und komme nicht weiter. Zur Zeit stresst mich das sehr, was natürlich zusätzlich kontraproduktiv ist. Ironischerweise schreibe ich über Sprache und bekomme selbst keine gute Formulierung hin. Wenn es nicht, um sehr viele Credits gehen würde, fänd ich die Situation sehr witzig.

An die Mamas da draußen: Kennt ihr das?Wem geht es genauso? Und habt ihr irgendwelche Tipps? (Durchschlafen wäre wahrscheinlich gut, aber das geht momentan nicht)

Danke im Voraus und bis bald!

Avesta

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9 Kommentare zu „{Studieren mit Kind} Mama-Hirn (Bitte um Antwort)

  1. Geht mir genauso…
    Aber: es wird besser mit dem Schlafen! Versprochen 😁
    Nur leider, will mein Gehirn trotzdem nicht sinnvoll arbeiten 🤷🏼‍♀️ Abwarten, ich hoffe, die Zeit bringt die verlorenen Gehirnzellen wieder 🙈

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  2. Hallo meine Liebe,

    JA ich kenne das. Ich studiere ja auch mit Kind und mir kommen solche Situationen sehr bekannt vor. Die Ursache für eine solche, nun ja, Sperre und auch Vergesslichkeit ist wohl nicht nur (aber auch!) der Schlafmangel (nicht umsonst als Foltermethode bekannt) sondern auch die so genannte mental load. Von dieser hab ich neulich erst in einem Blog gelesen und war begeistert, wie zwei Wörter dieses eine große Phänomen so treffend zusammenfassen können. Es ist die ständige mentale Verantwortung die wir als Mamas haben. Das ständige Denken, mentale Organisieren, Verantwortung haben und ihr gerecht werden, Vorausschauen, Möglichkeiten abwägen, Gefahren erkennen und rechtzeitig abwenden, Entscheidungen treffen. Es ist dieses permanente Denken, diese mentale Auflastung, die uns zusätzlich zum Schlafmangel erschöpft. Mental. In unserem Kopf schreit es – rund um die Uhr und wir können es nicht abstellen. Das führt dazu, dass unser Gehirn priorisiert – und andere – für die Familie im Grunde „unwichtige“ Dinge – mit den Symptomen quittiert, die du beschreibst. Mein Tipp? Alles aufschreiben. In Stichpunkten. In eigenen Worten.
    Genau dann, wenn der Gedanke kommt. Mind Maps erstellen, um komplexe Zusammenhänge nicht mehr im Kopf organisieren zu müssen, sondern auf dem Papier ordnen zu können. Es muss alles raus aus dem Kopf, was da gerade nicht zwingend etwas zu suchen hat. Sind die Gedanken erstmal zu Papier gebracht, fällt es leichter, den roten Faden wieder zu finden. Und: den Perfektionismus ablegen. 60 % reichen. Viel Erfolg! :-*

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    1. Hallo Tamina,
      Danke dir für diese Erkenntnis. Das kann natürlich echt sein.
      Das mit dem Aufschreiben habe ich jetzt wirklich konsequent gemacht und es hilft ungemein.
      Und mein Perfektionismus steht mir auch voll im Weg. Der Bericht ist nun abgegeben, mal sehen…
      Ganz liebe Grüße an dich und deine Familie!

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  3. Stillst du noch? Wenn ja: nennt sich ‚Stilldemenz‘ und ist ziemlich normal. :) Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach der IQ von frischen Müttern um 10% sinkt. Wenn das Kind aus dem gröbsten raus ist steigt er dann wieder auf Normallevel. Wenn man alles gleichzeitig macht wird es natürlich noch schwieriger, als es ohnehin schon ist.
    Ich arbeite jetzt während der Elternzeit nur stundenweise und dann von zuhause aus, aber trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Natur sich was dabei gedacht hat, dass Mamas in den ersten … keine Ahnung 24 Monaten auf das Kind fokussiert sind und manchmal etwas langsam und weniger strukturiert, was andere Belange betrifft.

    Naja, und falls du nicht mehr stillst und mein Monolog hinfällig ist: ich bin halt gerade stilldement, auf’s Baby fokussiert und ähhhhh. ;)

    LG Oli

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      1. Danke und alles Gute für dich, deine Ziele und deine Familie. Ich habe meine Große gestillt, bis sie sich selber abgestillt hat – mit 2,5 Jahren. Ich weiss nicht mehr, wann ich wieder klarer denken konnte, aber es hat definitiv keine zweieinhalb Jahre gedauert. Derzeit mit diesem halbjährigen Baby und Schlafmangel komme ich mir wieder ziemlich zerstreut vor. Alles wird gut.

        Liebe Grüße, Oli

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      2. Danke dir für diese aufbauenden Worte. Ich werde das Stillende auch einfach auf uns zukommen lassen. Am schönsten wäre es natürlich wenn es sich einfach irgendwann auslaufen würde und wir noch nicht mal bemerken dass es das letzte mal war.
        Liebe Grüße!

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