Die Weihnachtszeit entschleunigen

Bald nun ist es soweit! Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Und meist klingelt nicht nur das Fest sondern auch der Stress mit an der Tür. Bei den ganzen perfekten Instagrambildern und den wundervoll gestalteten Pinterestboards ist es ein leichtes, dass die Erwartungen an uns selbst und an das Fest übersteigert werden. Können wir auch ein schönes Weihnachtsfest haben, ohne die perfekte Tischdeko, ohne das zauberhaft eingepackte Geschenk? Ich denke ja. Trotzdem fällt es mir absolut nicht leicht, mich angesichts der von außen herangetragenen Bilder und Plakate, nicht beeinflussen zu lassen. Gerade heute habe ich mich dabei ertappt mir ein Dymogerät zu kaufen um dort fancy Beschriftungen für die Geschenkverpackung zu drucken. Verstehe mich bitte nicht falsch: Es sieht toll aus und es ist wunderbar, wenn es gerade passt. Aber  bei mir passt es gerade nicht und, das muss ich mir nun selber sagen: Das ist auch nicht schlimm.


Ich habe das Gefühl, dass durch die kommerziellen Interessen, der besinnliche Inhalt von Weihnachten manchmal abhanden kommt. Was ich irgendwie schade finde, denn meiner Meinung nach, macht gerade der besinnliche Teil, den Zauber aus. Auch der Stress überlagert die stimmungsvolle Weihnachtszeit.

Doch wie dem Stress entfliehen? Pinterest und Instagram löschen? Das halte ich ehrlich gesagt für zu drastisch und man erhält dort ja auch wirklich wertvolle Inspiration. Finde ich zumindest. Mit verbundenen Augen durch die Straßen laufen, um die Werbung nicht zu sehen? Nee, dann würden mir die wunderschön geschmückten Straßen entgehen. 


Ich glaube, der Punkt an dem ich ansetzen kann, bin ich selbst. Nicht die äußeren Einflüsse sind es, die mich stressen, sondern meine Art sie zu bewerten. Zugegeben, das ist nicht leicht, allerdings, habe ich durch diese Erkenntnis, schon viel gewonnen. Die Kontrolle liegt wieder bei mir. Ich übernehme die Verantwortung und kann handeln. Was heißt das konkret?

Es gibt natürlich keine allgemeingültige Lösung, nimm am besten einfach mit, was für dich passt. :)


Zeit statt Zeug: Das Miteinander

Ich bin überzeugt davon, dass es an Weihnachten (und eigentlich auch an allen anderen Tagen) mehr um die Menschen, um die gemeinsame Zeit geht. Das größte Geschenk, was wir einander geben können, ist unsere Zeit. Und diese Zeit sollte möglichst stressfrei sein. 

Perfektionswahn hinten anstellen

Wenn ich an die Weihnachten meiner Kindheit zurückdenke, ist das, an was ich mich erinnere, nicht die perfekte Tischdeko, das perfekte Essen, das perfekte Geschenk oder das perfekte Outfit meiner Eltern. Es ist eher ein Geborgenheitsgefühl. Das Gefühl der festlichen Stimmung. Wenn du also wieder dabei bist ins Perfektionsstreben zu verfallen, frage dich lieber, worum es dir eigentlich geht. Sicherlich würdest du es sogar schaffen, die deiner Meinung nach perfekte Weihnachtsatmosphäre zu kreieren, doch zu welchem Preis? Ich möchte hiermit nicht sagen, dass es doof ist, für Weihnachten zu dekorieren oder was auch immer. Wenn es für dich gerade passt, dass du dich reinhängst, ist es völlig ok. Doch mache es wirklich nur, wenn es entspannt möglich ist.

Prioritäten setzen

Es ist bereits herausgefunden worden, dass Multi-Tasking nicht ergiebig ist. Ich sage mir immer, dass ich nicht alle Blumen gleichzeitig gießen kann. Lieber kümmere ich mich, um eine Sache als um zehn und mache sie dafür mit vollem Bewusstsein. Was Weihnachten angeht, bedeutet das, dass ich mich frage, was mir besonders wichtig ist. Dieses Jahr sind es Entspannung und Aufmerksamkeit. Authentische Gespräche mit meinen liebsten Herzensmenschen und bewusstes Wahrnehmen der Gegenwart. Was das bewusste Wahrnehmen der Gegenwart angeht, kann ich mir auch noch einiges von meinem kleinen Sohn abgucken. Der schafft das ohne Mühe. 

Weniger ist mehr

Zum Teil empfinde ich die Weihnachtszeit mit ihren Blinklichtern und dem Konsumzwang als Reizüberflutung.Es geht dann zunehmend um Überfluss, als um Besinnung. Wenn wir nun an Weihnachten mit Kindern denken, dann denke ich meist daran, was für wundervolle Fähigkeiten Kinder haben: Sie staunen. Sie sind wahrhaftig. Sie sind authentisch. Das bedeutet für mich, dass eine Reduktion von Reizen manchmal viel wirkungsvoller ist, als sie zu überreizen. Kinder speichern viel in Gefühlen ab und so ist es mir wichtig, dass Weihnachten vor allem ein geborgenes, festliches, besinnliches Gefühl hinterlässt. Dabei ist es meiner Meinung nach eben gar nicht wichtig, wieviele Geschenke es gibt, sondern dass es mit wenig Stress, Entspannung, Beisammensein und Gemeinsamkeit in Erinnerung bleibt.


Ich wünsche dir von Herzen eine wunderbare Weihnachtszeit.

Bis bald!

herz

Avesta

PS: Was hilft dir am besten, um in der Weihnachtszeit zu entschleunigen? Schreibe es mir gerne in die Kommentare.

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2 Kommentare zu „Die Weihnachtszeit entschleunigen

  1. Ich gehe früh genug Geschenke kaufen oder shoppe online oder bastel was, etc. um dieser Hektik zu entgehen. Denn dann kann ich ganz ohne Eile durch die Einkaufsstraßen und Weihnachtsmärkte schlendern und ohne Eile den abgehetzten Menschen zusehen :D
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    Gefällt 1 Person

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